Exkursion nach Verdun

Auf einer zweitägigen Fahrt nach Verdun erleben Schülerinnen und Schüler des GSG Daun das wahre Gesicht des ersten Weltkriegs und blicken hinter die Fassade von Vaterlandsstolz, Siegessicherheit und Kampfeuphorie.
Hören Sie hier einen Audiobericht mit Interview:

Der Französisch-LK und der Geschichts-LK des GSG Daun mit Frau Adam und Herrn Dr. Krämer.

28.08.2018, Verdun (Frankreich).

Nach einer dreistündigen Busfahrt treffen die Schüler des GSG auf den renommierten Fremdenführer Pierre Lenhard, die Gruppe macht den ersten Halt am Beinhaus von Douaumont. Was direkt ins Auge fällt: die ungewöhnliche Form des 137m langen Baus. Von der Mitte des langen Säulenkomplexes ragt ein 46m hoher Turm empor. Lenhard erklärt, die Form des Beinhauses solle den Schaft eines Schwertes darstellen, somit das Symbol eines im Boden versenkten Schwertes aufgreifen, was ein Zeichen für Frieden ist. Auch über dem Eingang zur Säulenhalle befindet sich in großen Buchstaben das Wort „PAX“ („Frieden“).

Wenn man bedenkt, dass sich in der Krypta hauptsächlich Inschriften von französischen Kriegsvermissten befinden und erst seit dem Besuch der Bundeskanzlerin Merkel 2016 Inschriften von deutschen Soldaten erlaubt sind, lässt sich erkennen, dass der Weg zum Frieden doch ein langwieriger Prozess war. Was bei allen Schülern Eindruck hinterlässt, sind die Granitgruften mit den Gebeinen von ca. 130 000 französischen und deutschen Soldaten, die Besucher außerhalb des Beinhauses durch kleine Fenster sehen können.

Das Beinhaus von Verdun als Zeichen des Friedens und als Gedenkstätte.

Erschreckend ist der Gedanke, dass diese Überreste nur einen Bruchteil von den 700 000 toten Soldaten darstellen, denn die restlichen Gefallenen liegen entweder auf dem riesigen Soldatenfriedhof vor dem Beinhaus oder immer noch unter der Erde durch Granatenangriffe begraben.

Der Soldatenfriedhof mit ca. 16000 Einzel- und Gruppengräbern.

Mit Betroffenheit und völlig ruhig blicken die Schüler auf die unendlichen Weiten des Soldatenfriedhofs, Worte sind hier nicht nötig.

Nach diesem bedrückenden Erlebnis begibt sich die Gruppe zum Fort Douaumont. Die Befestigungsanlage befand sich am äußersten Fort-Gürtel der französischen Verteidigungslinie. Sie war daher hart umkämpft und stand zwischenzeitlich auch unter deutscher Besetzung. Beim Betreten des Forts wird den Schülern die Situation der Soldaten im Krieg bewusst. Unter den unterirdischen, feuchten Räumen des Forts befinden sich nicht nur Lazarette und Gemeinschaftsräume, sondern auch die Schlafräume der Männer. Dabei gab es weder Matratzen noch durften die Soldaten ihre Uniformen ablegen.

Ein Einzelfall hinterlässt besonders Eindruck bei den Schülern, als man sich vor dem deutschen Soldatendenkmal versammelt. Herr Lenhard erzählt von Dr. Hallauer, einem deutschen Arzt, der nicht nur deutschen, sondern auch französischen Soldaten das Leben gerettet hat. Doch trotz seiner Dienste wurde er während des Zweiten Weltkriegs in Ausschwitz aufgrund seiner jüdischen Abstammung getötet.

Nicht nur die Soldaten mussten im Krieg um ihr Leben kämpfen; auch die Zivilbevölkerung litt unter den schweren Folgen. So auch das Dorf Fleury, welches bereits nach kurzer Zeit nicht mehr wiederzuerkennen war. Für die Schüler war dieser verlassene Ort besonders eindrucksvoll, weil die Landschaft von Minenkratern durchzogen ist. Die Natur hat sich das Gebiet bereits weitestgehend zurückgeholt, nur einige Soldatendenkmäler und eine Kapelle weisen noch auf die schrecklichen Geschehen im Jahre 1916 hin.

Die Kapelle in Fleury als Denkmal.

Am folgenden Tag führt Pierre Lenhard die Gruppe in die Minen von Vauquois, wo der Krieg außergewöhnlicher Weise unter der Erde ausgefochten wurde.

In einem insgesamt 22km langen Stollensytem lebten und kämpften unter schwersten Bedingungen rund um die Uhr sowohl französische als auch deutsche Soldaten im Ersten Weltkrieg. Dabei war es das einzige Ziel, schneller und tiefer als der Feind zu graben, um die feindlichen Stollen von unten überraschend zu sprengen und dabei die Feinde zu vernichten. Auch hier ist die Landschaft über den Minen vom Krieg gezeichnet und die Krater zeigen die tiefen Narben der Schlachten, die nicht nur in Vauquois, sondern auch im gesamten ehemaligen Kriegsgebiet ihre Spuren hinterließen.

Diesen Spuren sind die Schüler mit Respekt und Ehrfurcht gefolgt.

Als Ausdruck seiner Gefühle verfasste ein Schüler der Gruppe Folgendes:

Verdun

Inmitten eines Waldes;

Da lag ein kleines Dorf.

Nicht viel gab’s dort zu sehen,

Bloß der Natur Torf.

Wo früher war die Siedlung,

Da ist heut‘ gar nichts mehr.

Nur Tote und paar Krater

In einem Trümmermeer.

Nicht weit davon entfernt,

Nur’n paar Minuten fort,

Ruh’n hunderttausend Tote,

All ohne Grund gemord’t.

Die Toten, ja, die spür’n nichts mehr,

Unweit von dort das Trümmermeer,

Mal hier, mal dort ragt das Gewehr

Aus Mutter Erde in die Leer‘.

(Jonas Klein)

Letztendlich konnten die Schüler einen eigenen Eindruck gewinnen, der noch lange im Gedächtnis bleiben wird und die Schreckensseiten des Krieges nie vergessen lässt.

Verfasser: Marius Willems, Boris Tolstich, Sophie Freis

Mathe ohne Grenzen

Seit 1990 nehmen viele Klassen und Kurse der Jahrgangsstufen 10 und 11 in Deutschland an dem internationalen Wettbewerb „Mathe ohne Grenzen“ teil. Doch was ist „Mathe ohne Grenzen“ überhaupt?

Gegründet wurde der Wettbewerb in Straßburg unter dem Namen „Mathématiques sans Frontières“. Während des zweistündigen Wettbewerbes müssen die Kandidaten die verschiedensten zentralgestellten mathematischen Aufgaben mit Hilfe von Teamwork und Wissen nachvollziehbar lösen. Dabei dürfen nur wenige Hilfsmittel wie zum Beispiel Taschenrechner, Geodreieck und Zirkel zum Lösen der Aufgaben genutzt werden.

Auch wir als Jahrgangsstufe 11 stellten uns in diesem Jahr dieser Herausforderung. Um die komplexen Aufgaben in der sehr kurzen Zeit zu bewältigen, bildeten wir Kleingruppen innerhalb unseres Kurses. Konzentriert gaben wir alles und schafften es schließlich alle Aufgaben innerhalb der Zeit zu erledigen.

Als dann die erhoffte Einladung für die Siegerehrung ankam und wir erfuhren, dass beide  Leistungskurse und ein Grundkurs ausgezeichnet werden sollten, waren die Strapazen und die Anspannung des Wettbewerbs schon vergessen. Was wir allerdings noch nicht wussten, war der Platz, den wir erreicht hatten.

So fieberten wir, gespannt auf das Ergebnis, dem Tag der Siegerehrung entgegen und sendeten aus jedem Kurs stellvertretend eine Auswahl an Schülerinnen und Schülern nach Bitburg ins Haus Beda. Dort angekommen, ging es nach einem freundlichen Empfang auch direkt mit den Begrüßungsworten los. Später wurde für das Gemeinschaftsgefühl und natürlich auch für den Spaß „Mathe-Activity“ gespielt. Zwei Gruppen traten gegeneinander an und erklärten, zeichneten und stellten unterschiedlichste mathematische Begriffe dar. Danach wurde es schließlich noch einmal spannend: Die Platzierungen wurden bekannt gegeben. Unser Grundkurs hat als bester aller teilnehmender Grundkurse in der Region Trier abgeschnitten. Die beiden Leistungskurse haben den 2. und 3. Platz belegt. Nur gegen einen Leistungskurs aus Trier mussten wir uns geschlagen geben. Am Ende des erlebnisreichen Tages fuhren wir zum einen mit der Auszeichnung für den besten Grundkurs und zum anderen mit den Siegerplätzen zwei und drei, sowie einem ordentlichen Preisgeld von insgesamt 780€ nach Hause.

Nach diesem Erlebnis und durch die gesammelten Erfahrungen können wir jedem, der die Chance hat oder irgendwann einmal bekommt, raten an dem Wettbewerb teilzunehmen.

Doppelte Premiere am GSG

Musisches Fach „Darstellendes Spiel“ führt experimentelles Theater als Szenencollage zu Frank Wedekinds Drama „Frühlings Erwachen“ auf. Gleich zwei erfolgreiche Premieren feierte das Geschwister-Scholl-Gymnasium Daun an einem Abend. Der erste Kurs „Darstellendes Spiel“ der MSS11 zeigte im Rahmen des neu eingeführten Faches eine selbst geschriebene und inszenierte Szenencollage, angelehnt an die Thematik von Wedekinds Kindertragödie „Frühlings Erwachen“. Darstellendes Spiel ist seit diesem Jahr ein Unterrichtsfach in der Oberstufe am GSG Daun, das man auch als Prüfungsfach im Abitur wählen kann. Dass sich das neue Fach „Darstellendes Spiel“ unter den Schülern und Schülerinnen großer Beliebtheit erfreut, davon konnte sich das Publikum während der experimentellen Theateraufführung unter Gesamtleitung von Lehrerin Tanja Finnemann einen bemerkenswerten ersten Eindruck verschaffen. Die Schülerinnen und Schüler des Kurses präsentierten im Rahmen des sehr kurzweiligen Abends Ergebnisse aus der Unterrichtsarbeit des vergangenen Halbjahres. Der Unterricht im Fach DS, so die Kurzform, unterscheidet sich in einigen Bereichen vom „normalen“ Unterrichtsalltag. Jede Stunde beginnt mit einem Warm-Up für Körper und Stimme. Der inhaltliche Schwerpunkt der Stunde bestimmt das weitere Vorgehen, wobei in Theorie und Praxis untersucht wird, welche sogenannten theatralen Mittel es gibt und wie man sie in der szenischen Arbeit einsetzen kann. In Gruppenarbeit werden anschließend Szenen entwickelt, präsentiert und nach einem Feedback durch den Gesamtkurs überarbeitet. Hierbei wird vor allem die Teamfähigkeit geschult und die Arbeit in Gruppen baut Hemmschwellen ab. Am Ende steht die Leistungsbewertung wie bei jedem Schulfach, schriftliche Klausuren für den theoretischen Teil, mündliche Prüfungen, wenn ein spielpraktischer Teil dabei ist, etwa um den Verfremdungseffekt in Bertolt Brechts epischem Theater darzustellen. Der Schwerpunkt der Unterrichtsarbeit des vergangenen Halbjahres lag in der Beschäftigung mit dem Drama „Frühlings Erwachen“. Wedekinds Kindertragödie  aus dem Jahr 1891 geht Fragen nach, die in ihrem Inhalt zeitlos sind und im Verlauf des Abends die Inhalte der Szenencollage bestimmen: Der Kurs greift die Schicksale dreier Schüler heraus: Zum Beispiel das der Wendla Bergmann, die nicht von ihrer Mutter aufgeklärt wird, was ihr später zum Verhängnis wird; das von Moritz, der durch den Leistungsdruck der Eltern und der Schule überfordert ist und schließlich das Melchiors, der von einer sehr liberalen Mutter vernünftig und tolerant erzogen wird und mit diesem fortschrittlichen Denken überall aneckt. Auf humorvolle und auch nachdenklich machende Art und Weise zeigen die Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll, wie die Jugendlichen in Wedekinds Stück mit der Intoleranz einer grotesk überzeichneten Erwachsenenwelt umgehen und in einer ergreifenden Rede macht Lea-Sophie Stolz am Ende des Stückes klar, dass „Jeder von uns im Stande ist, Dinge zu verwirklichen, die kaum zu glauben sind“.

Erfolg beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Beim diesjährigen Bundeswettbewerb Fremdsprachen erlangte eine Gruppe aus zehn Schülerinnen der Klasse 7b den zweiten Platz im Gruppenwettbewerb. So gelang es Louisa Ramler, Nele Klotz, Anne Meurer, Paula Unger, Katharina März, Antonia Krämer, Mia Schmitz, Lina Becker, Emily Thömmes und Jule Ramler, sich mit ihrem selbst geschriebenen Kurzvideo in französischer Sprache als einzige siebte Klasse gegen ansonsten ausschließlich teilnehmende neunte und zehnte Klassen durchzusetzen. Im andächtigen Ambiente des Großen Sitzungssaales der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier fand am 30. Mai die Preisverleihung statt, die thematisch passend vom Streichorchester des Gymnasiums Saarburg begleitet wurde. Mit großem Stolz nahmen drei Schülerinnen stellvertretend das Preisgeld von insgesamt 150€ und für jede Teilnehmerin einen kleinen Sachpreis entgegen. So lässt sich mit großer Erwartung auf das nächste Schuljahr blicken, denn es gibt ja noch Luft nach oben. In diesem Sinne… Bonne chance!

2. Platz im Buntstift-Ideen-Wettbewerb

Von über dreißig teilnehmenden Schulen aus der Region hat der Kunstkurs der MSS12 des GSG Daun den zweiten Platz, dotiert mit 150€, beim Buntstift-Wettbewerb gewonnen. Ausgeschrieben gewesen ist der Wettbewerb von Schreibwaren Diederich in Schweich und dem Trierischen Volksfreund. Die viele Mühe, Arbeit und auch kleineren Verletzungen, die durch‘s Schmirgeln und durch den Umgang mit der Heißklebepistole beim Bauen der Plastiken entstanden sind, haben sich also gelohnt. Ein großer Dank gilt auch den zahlreichen Buntstiftspendern aus der Schüler- und Elternschaft, die die Ursprungsspende von Schreibwaren Diederich ergänzt haben!

Theater-AG: Der Herr der Fliegen

Schnell bilden sich auf der Insel zwei sich anfeindende Gruppen, angeführt von Yamur (Leonie Kiefer) und Dan (Florian Theisen)

Herr der Fliegen – Die Insel ist zu klein für 2 Ansichten zu einer Sache


Flughafen Daun. 23 Jugendliche steigen in ein Flugzeug, es donnert, das Licht flackert, Körper zittern, das Flugzeug stürzt ab. Stille. 23 Körper liegen inmitten einer unwirklichen Bühnenlandschaft aus schwarzen Felsen und grünem Pflanzengewucher. So beginnt die aktuelle Inszenierung der Theater-AG des Geschwister-Scholl Gymnasiums, einer Adaption des Romanklassikers „Herr der Fliegen“ von William Golding.
Am Anfang scheint alles in Ordnung zu kommen. Alleine auf einer einsamen Insel, ohne Erwachsene, auf seltsame Weise trotz Flugzeugabsturz unverletzt, finden die Jugendlichen zusammen, wählen eine umsichtige Anführerin (Leonie Kiefer), organisieren sich und ziehen scheinbar an einem Strang. Die einen bauen Hütten, während der eher aggressionsbereite Dan (Florian Theisen) eine Gruppe von Jägern um sich schart, die zur Schweinejagd aufbrechen.
Die geradezu unheimliche Einigkeit des Auftakts wird im Laufe des Stückes unaufhaltsam ins Gegenteil verkehrt, wie dies auch der vermeintliche Spielmacher Peter (Noah Scholtes) in einem Schlüsselmonolog bereits ankündigt. Über die unterschiedlichen Charaktere Dan und Yamurs bricht die Gruppe in zwei Teile: Die Jäger um Dan, getrieben von Körperlichkeit, Ehrgeiz und dem Gefühl, dass es sich doch eigentlich recht gut aushalten lässt auf einer Insel ganz ohne Erwachsene. Und die eher abwartende Gruppe um Yamur, die Entscheidungen lieber durchdenken und auf Rettung warten wollen. Trotzdem kristallisiert sich immer mehr heraus, dass Dan und Yamur beide von Eitelkeit, Stolz und Wille zur Macht angetrieben werden. Alles eskaliert, als eine Gruppe der Jäger das rettende Feuer ausgehen lässt und die Gruppe die Chance verpasst, durch ein Schiff gerettet zu werden.
Als einzige Sympathieträger treten hingegen der Träumer Sebastian (Pepe Barbenheim) und die aufgeweckte Sophie (Johanna Neukirch) hervor. Diese beiden sind es auch, deren Leben im einsetzenden Strudel aus Selbstgerechtigkeit und Gewalt am brutalsten zerstört wird. Doch selbst der Sieg der Jäger und damit der rohen Gewalt läuft ins Leere, kann er doch letztlich die Gemeinschaft der Überlebenden nicht davor retten, zugrunde zu gehen. So endet das Stück wie es begonnen hat: Am Boden liegen die Körper der Jugendlichen, abgestürzt, in den Tod gerissen.

Unter der Regiearbeit von Tanja Finnemann und Volker Weinzheimer entsteht ein verstörendes Vexierspiel, bei dem die Jugendlichen – getrieben von der Hoffnung auf Rettung, den eigenen Ängsten oder dem Rausch der archaischen Jagd – immer wieder neu versuchen zu retten, was noch zu retten ist, und doch letztlich scheitern, weil der Zusammenhalt zwischen den Fingern zerrinnt und letztlich im weißen Sand der Insel versickert.

Die Vorstellung bestach nicht nur durch das kongeniale Spiel des gesamten Ensembles, welches die Leistung der Hauptdarsteller immer wieder unterstrich, auch der stete Wechsel stiller Momente mit brachialer, körperlicher Gewalt schlug das Publikum in seinen Bann. Unterstützt wurde die Theater AG durch eine ausgefeilte Ton- und Lichtregie (Technik-AG des GSG Daun, besonders Demian Ganswin), die das dystopische Geschehen, je länger es währte und je mehr die Gewalt die Oberhand bekam, in immer schmerzhaftere grelle Farben kleidete.
Die Leistung der zwischen 11 und 16 Jährigen war durchweg überragend und zeugte von der intensiven Auseinandersetzung mit dem in sich schweren Stoff, gerade auch durch die vorgeschalteten Mobbingszenen aus dem direkten Lebensumfeld der Schüler, so dass das große Lob des Publikums in der voll besetzten Aula kaum überrascht.

Abiturientia 2018

Die letzten 90er verlassen das GSG
Geschwister-Scholl-Gymnasium Daun verabschiedete die Abiturientia 2018 98 Schülerinnen und Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums Daun erhielten am Donnerstag, 22. März ihr Abiturzeugnis im Rahmen einer beeindruckenden Abschiedsfeier im Forum Daun. „Die letzten 90er verlassen das Haus – nach uns kommen nur noch Nullen“ – unter diesem Motto standen die Feierlichkeiten zur Verabschiedung des diesjährigen Abiturjahrgangs des Geschwister-Scholl-Gymnasiums. Eingeleitet wurde der Festtag im Rahmen eines ökumenischen Gottesdienstes in der St. Nikolaus Kirche. Im Anschluss versammelten sich die Abiturientinnen und Abiturienten mit dem Kollegium der Schule sowie Eltern, Familie und Freunden im Forum Daun. Dort führten Mara Heller und Alexander Kusnezow gekonnt und humorvoll durch den Nachmittag, der mit der Rede des Schulleiters Klaus Weber eröffnet wurde. Dieser widmete in Anlehnung an das Abimotto der Zahl Null und deren Kulturgeschichte besondere Aufmerksamkeit. Ein Verweis auf die Bedeutung der Ziffer im Rahmen des binären Systems, das durch die Digitalisierung das Leben in der Gegenwart mitbestimme, endete in der Aufforderung, sich nicht auf die Empfehlungen der Welt des Cyberspace zu verlassen, sondern auf das eigene Urteil zu vertrauen. Sehr persönliche Worte fanden der Schulelternsprecher Dr. Alexander Stölben und seine Tochter, die stellvertretende Schülersprecherin Julia Stölben, in ihrer gemeinsamen Ansprache. Sie verwiesen auf zahlreiche gemeinsame Erlebnisse mit der Stufe, vor allem in Situationen außerhalb des Unterrichts. Eingerahmt wurden die Reden von instrumentellen Solo-Auftritten von Christina Mungen sowie Jessica Ott und Elisa Krimmel. Für die Stufe trat Mario Marten ans Rednerpult, der in einer launigen Rede der Motivation der Schülerinnen und Schüler auf den Grund ging. Dabei machte er die Freude am Erkennen von Neuem als das Element aus, das über zweieinhalb Jahre dabei geholfen habe, die zahlreichen Herausforderungen in der Schule zu meistern. Das Bild einer Pflanze nutzend, deren Wachstum ebenfalls auch von ihrer Umgebung abhängig sei, bedankte er sich zudem bei den Familien und Freunden der Abiturientia. Nach einer Schostaskowitsch-Interpretation am Flügel von Celine Neifeld und zwei Liedern des Abichores unter der Leitung von Kathrin Pfeiffer erfolgte die langersehnte Zeugnisvergabe. Mara Heller leitete, unterstützt von Lisa Henn am Flügel, mit ihrem Sologesang die anschließenden Ehrungen ein. Für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in der Elternarbeit wurden Heike Basten, Claudia Schmitz-Niebuhr, Thomas Dausend und Martin Emmerichs mit der Urkunde der Ministern geehrt. Den Preis für außerordentliches außerschulisches Engagement, ebenfalls gestiftet von der Ministerin, erhielt in diesem Jahr Alexander Diamadis, der neben seinem Engagement in der Technik-AG u.a. auch einen Imagefilm für die Schule produziert hat. Der Preis des Freundeskreises des GSG für das beste Abitur ging an Franziska Scholzen und Christoph Kirschner. Außer diesen erreichten noch weitere 20 Abiturienten/innen einen Abiturdurchschnitt mit einer „Eins“ vor dem Komma. Weitere Ehrungen der Fachschaften bzw. Arbeitsgemeinschaften für herausragende Leistungen bekamen Jan Schulte (Physik), Matheo Ludwig (Mathematik), Alexander Kusnezow (Deutsch), Franziska SCholzen (Geschichte), Anika Leitges, Jessica Theisen, Niklas Koch, Jakob Maxein, Benedikt Jendryssik, Melina Jax, Janina Bros, Patrick Schmitz und Jens Feiten (Sport), Mara Heller, Sophia Stolz, Alexanders Kusnezow, Anika Leitges, Celine Neifeld, Alexander Diamadis, Jessica Ott, Mara Weber, Jana Kaspers, Christoph Kirschner, Rafael Simon (Chor, Orchester), Justin Bender und Celine Neifeld (Jazz AG) sowie Alexander Diamadis und Alexander Kusnezow (Technik AG). Nach der Geschenkevergabe an Lehrkräfte, die der Stufe in besonderer Weise Unterstützung zukommen ließen, widmete Melina Jax der „99. Abiturientin“, Beate Blum, ein selbstverfasstes Gedicht und bedankte sich im Namen der Stufe für die jahrelange Unterstützung. Nach zwei weiteren Liedern des Abichores endete die Veranstaltung im Forum. Erstmals versammelten sich die Gäste im Anschluss im Schulgebäude des Geschwister-Scholl-Gymnasium, wo nach einem Sektempfang und dem gemeinsamen Essen der Tag in angenehmer und familiärer Atmosphäre ausklingen konnte.

Die Abiturientia 2018: 

Bal Jona, Bartsch Kristin, Basten Lara, Bender Anica, Bender Justin, Bender Liane, Blumberg Anne, Breit Miriam, Bros Janina, Brost Elisa, Buderath Janna, Bühning Paul-Hendrik, Burkard Sophie, Dausend Svenja, Diamadis Alexander, Emmerichs Til, Enz Daniel, Etteldorf Philipp, Feiten Jens, Furch Jan, Gerhards Michelle, Giebels Sina, Goffart Larissa, Hammes Simone, Hammes Tim, Häp Eric, Heller Mara, Hens Laura, Hermes Melina, Horten Luisa, Jax Melina, Jendryssik Benedikt, Kaspers Jana, Kirschner Christoph, Klinghammer Sara, Köb Eva, Koch Niklas, Kowoll Till, Kreiser Marvin, Krimmel Elisa, Kusnezow Alexander, Lambrecht Till, Leitges Anika, Ludwig Matheo, Lungu Rica, Marten Mario, Maxein Jakob, Meeth Mara, Mehles Maria, Metzgeroth Fabian, Meyer Isabell, Michels Lukas, Mülhöfer Anna, Müller Mona, Mungen Christina, Neifeld Celine, Ott Jessica, Otten Annika, Peters Luca, Pünger Nina, Ramler Lina, Regnier Marie-Jeanne, Reichert Lucas, Römer Sophie, Salzburger Lea, Schäfer Lina, Schinhammer Sophie, Schlimpen Lisa, Schlimpen Nicole, Schmitz Juliane, Schmitz Lena, Schmitz Mara, Schmitz Marius, Schmitz Patrick, Schneider Anna, Scholzen Franziska, Schulte Jan, Schütz Milan, Simon Laura, Simon Rafael, Smialek Anna, Steffes Ellen, Stephani Anna, Stolz Anna-Lena, Stolz Sophia, Theisen Jessica, Thelen Anne, Thielen Kim, Thomas Kathrin, Thullen Lea, Tobehn Lilly, Umbach Rebecca, Utecht-Zhou Run Xuan, von Landenberg Angelina, Weber Mara, Weckerlei Janine, Weigel Tim, Weiler Alina und Blum, Beate 🙂

Buntstifte Ausstellung

Buntstifte mal anders... :
Hai, Krake, Seestern, Regenbogenfisch und Seepferdchen – das ist aus euren Buntstiften geworden!

Ein großes Dankeschön an die Schulgemeinschaft des GSG Daun, die hunderte, wenn nicht tausende von Buntstiften gespendet haben, damit die SchülerInnen und Schüler des Kunst-Kurses der MSS12 am Wettbewerb Buntstift-Ideen teilnehmen können! Jetzt gilt es, Daumen zu drücken... .

Vom 25. April bis 18 .Mai 2018 findet die Ausstellung zum Wettbewerb mit den Arbeiten aller 30 am Wettbewerb teilnehmenden Schulen statt. Entsprechend könnt ihr hier auch die Arbeiten unserer SchülerInnen live bestaunen.

Im Rahmen des Buntstift-Ideen-Schulwettbewerbs, ausgeschrieben vom Trierischen Volksfreund und Schreibwaren Diederich, haben die SchülerInnen in versierter, konzentrierter Arbeit aus euren Stiften fünf Objekte erstellt, jeweils passend zu dem von ihnen gewählten Thema „Unterwasserwelt“.

Wenn ihr eure Buntstifte also noch einmal wiedersehen wollt, sozusagen geupcycled, dann besucht Schreibwaren Diederich in der Martinstraße 3 in Schweich zu folgenden Zeiten:

  • montags: 14:00Uhr – 17:00Uhr
  • mittwochs: 16:00Uhr – 18:00Uhr
  • freitags: 15:00Uhr – 18:00Uhr
  • sonntags: 14:00Uhr – 17:00Uhr (am So., den 06.05. schon ab 12:00Uhr)

Geschwister-Scholl-Gedenktag

Das Geschwister Scholl Gymnasium Daun gedenkt seiner Namenspatrone

Der 22. Februar stellt für die Schulgemeinschaft des Geschwister- Scholl- Gymnasiums Daun ein besonderes Datum dar, wurden doch an diesem Tag im Jahre 1943 die Namenspatrone der Schule Hans und Sophie Scholl vom Präsidenten des Volksgerichtshofs Roland Freisler zum Tode verurteilt und noch am selben Tag hingerichtet. Der mutigen Erhebung junger Studenten gegen die Verbrechen des Hitlerregimes ein angemessenes Gedenken durch ein umfangreiches Programm zu bereiten, war zum 75. Jubiläum des Todestages Aufgabe und Ansporn für die Schülerschaft und das Kollegium des GSG. Den Auftakt hierzu bildete eine bewegende Gedenkveranstaltung, in der an das Leben und Wirken der Geschwister Scholl erinnert wurde. Dabei waren das gemeinsame Singen des Liedes „Die Gedanken sind frei“ durch die ganze Schulgemeinschaft, der Vortrag und die szenische Darstellung des Lebens der Sophie Scholl durch Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 13, zentrale Bestandteile dieser Feier. Diese Gedenkveranstaltung bildete auch den passsenden Rahmen für die offizielle Aufnahme der Schule in das bundesweite Netzwerk „Schule gegen Rassismus- Schule mit Courage“. Bei einer Unterschriftenaktion unterzeichneten fast 90 Prozent der Schulgemeinschaft eine Selbstverpflichtung, mit der man sich zum Einschreiten gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, bekennt. Zudem verpflichtet sich das GSG damit dazu, regelmäßig Projekte zu diesem Thema durchzuführen. Als Pate konnte man für dieses Projekt den Schauspieler und Leiter der Eifel- Kulturtage Rainer Laupichler gewinnen. Der ehemalige GSG-Schüler erzählte in seinem Grußwort eindrucksvoll von seinen persönlichen Erfahrungen mit Vorurteilen und davon, wie diese überwunden werden können. Er warnte, ebenso wie Schulleiter Klaus Weber, scheinbar einfachen Lösungen für schwierige Probleme zu folgen. Hiernach konnten die Schüler in unterschiedlicher Weise die gewonnenen Eindrücke vertiefen. So besuchten die Klassenstufen 8-10 die innovative Inszenierung des Theaterstücks „ Sophie Scholl“, in der das Kulturlabor Trier zeigte, wie aus einer von der Hitlerjugend begeisterten Schülerin durch ihre Bereitschaft, mit offenen Augen die Welt zu betrachten, die Widerstandskämpferin Sophie Scholl wurde. Diese Bereitschaft zu fördern, war auch Ziel der Projekte in den Jahrgangsstufen 5 und 6, in denen vermittelt wurde, dass durch persönlichen Einsatz dem Vorbild der Geschwister Scholl auch im Kleinen gefolgt werden kann. Mit einer ähnlichen Botschaft setzten sich auch die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 7 auseinander, indem sie sich mit dem Film „Napola“ beschäftigten. Die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe beschäftigten sich sowohl mit als „entartet“ gebrandmarkten Kulturgütern im Bereich der Kunst und Musik andererseits war der Umgang mit Systemgegnern ein Schwerpunkt. Hierbei vermittelten Hr, Richtscheid vom Emil-Frank-Institut in Wittlich sowie Hr. Mertes und Hr. Reinhard von der KZ-Gedenkstätte Hinzert in abwechslungsreichen Workshops ihr umfangreiches Wissen. Darüber hinaus beschäftigten sich die Geschichtsleistungskurse 11 und 13 in unterschiedlicher Weise mit den Geschwistern Scholl: Hierbei ging es einerseits um die filmische Rezeption von Hans und Sophie Scholl anhand ausgewählter Sequenzen einer Fernsehdokumentation. Weitere Gruppen untersuchten im Längsschnitt von 1960 bis heute die Aufbereitung der Themen „Geschwister Scholl“ und „Widerstand“ in Schulbüchern und beschäftigten sich mit der Rezeptionsgeschichte der „Weißen Rose“ in der historischen Forschung und in überregionalen Tageszeitungen und führten überdies Zeitzeugeninterviews durch. Mit dieser Veranstaltung hat die Schulgemeinschaft des Geschwister Scholl Gymnasiums eindrucksvoll bewiesen, dass Hans und Sophie Scholls Werte weiterleben, obwohl sie vor 75 Jahren hingerichtet wurden.